Welcher Drucker hat die geringsten Druckkosten?

Druckkosten errechnen und im Blick behalten
Druckkosten errechnen und im Blick behalten | © Bild: 154035980 - mattkusb, depositphoto.com

Die Anschaffungskosten für einen Drucker sind, langfristig betrachtet, im Vergleich zu den später anfallenden Druckkosten zwar nicht völlig außer Acht zu lassen, aber dennoch als zweitrangig anzusehen. Denn oft sind Tintenstrahl- oder Laserdrucker in der Anschaffung vergleichsweise günstig, während beim Patronen- oder Tonerwechsel schnell auffällt, dass die Verbrauchsmaterialien auf die Dauer arg ins Geld gehen.

In diesem Artikel widmen wir uns der Frage „Welcher Drucker hat die geringsten Druckkosten?“ auf analytische Art und Weise, indem wir uns die einzelnen Drucksysteme im Detail anschauen, beleuchten, welche Faktoren die Druckkosten beeinflussen und wie diese optimiert werden können, um auf ein angenehmes Preis-Leistungsverhältnis zu kommen.

Laserdrucker und Tintenstrahldrucker im Vergleich

Die Frage nach den geringsten Druckkosten lässt sich pauschal nicht beantworten beziehungsweise nicht auf ein einzelnes Gerät herunterbrechen. Jedoch ist der erste Schritt, um der Antwort zumindest näher zu kommen, sich die beiden wichtigsten Druckerarten und Ihre Vor- und Nachteile in preislicher Hinsicht anzuschauen.

Tintenstrahldrucker scheinen zunächst die perfekten Geräte für den kleinen Geldbeutel zu sein, da sie sehr günstig in der Anschaffung sind. Hinsichtlich der Verbrauchsmaterialien sieht es allerdings anders aus: gerade die originalen Druckerpatronen von Herstellern wie Brother, Canon, HP oder Epson sind ziemlich teuer, da Druckertinte allgemein als eine der teuersten Flüssigkeiten gilt, die im freien Handel erhältlich sind. Wenn Sie Ihren Drucker nur selten benutzen, also als Wenigdrucker anzusehen sind, müssen Sie dennoch regelmäßig Ausdrucke anfertigen, um zu verhindern, dass die Druckerpatronen eintrocknen (dies erreichen Sie beispielsweise, indem Sie hin und wieder eine Testseite drucken). Wenn es Ihnen allerdings auf besonders hochwertige Ausdrucke in Fotoqualität ankommt und sie den Drucker regelmäßig benutzen, ist der Tintenstrahldrucker die richtige Wahl für Sie.

Laserdrucker kosten in der Anschaffung zwar mehr als Tintenstrahldrucker, können im Gegenzug aber mit geringeren Folgekosten punkten. Diese können Sie durch den Erwerb kompatibler Toner und sonstigen Zubehörs wie Trommel- und Fixiereinheiten weiter senken beziehungsweise optimieren. Die Qualität der Ausdrucke kann bei Foto- und Bilderdruck zwar nicht mit derjenigen mithalten, die Sie bei der Verwendung eines Tintenstrahldruckers erhalten; für Textdokumente reicht sie aber völlig aus, wodurch ein Laserdrucker gerne als Bürodrucker dient.

Eine detailliertere Gegenüberstellung der beiden Drucksysteme finden Sie in unserem Artikel Laserdrucker und Tintenstrahldrucker: Vergleich von Technologie und Eigenschaften.

Das Druckaufkommen bestimmt die Druckkosten

Um einigermaßen zuverlässig errechnen zu können, welcher Drucker mit niedrigen Druckkosten punkten kann, müssen Sie Ihr eigenes Druckverhalten und vor allem das Druckvolumen analysieren. Wie bereits angedeutet, sind vor allem Vieldrucker, die vornehmlich Textdokumente erstellen müssen, mit einem Laserdrucker gut beraten, wobei das empfohlene Druckvolumen hier bei 1500 Seiten oder mehr pro Monat liegt. Drucken Sie weniger und müssen auch regelmäßig Fotos und hochauflösende Grafiken ausdrucken, ist der Tintenstrahldrucker wahrscheinlich die bessere Wahl.

Auch wenn pauschale Aussagen hinsichtlich der Ökonomie von Druckern nicht einfach zu treffen sind, gibt es doch ein paar Modellreihen namhafter Hersteller, die in diesem Zusammenhang genannt werden können:

  • Samsung CLP
  • HP DeskJet
  • HP OfficeJet
  • Brother MFC
  • Canon Pixma
  • Canon Maxify
  • Epson XP
  • Epson Workforce

Die Marke Epson ist im Zusammenspiel mit der Frage “Welcher Drucker hat die geringsten Druckkosten?” noch aus einem anderen Grund interessant. Denn dieser Hersteller hat mit der Eco-Tank-Serie eine Reihe von Geräten kreiert, die mit Tintentanks arbeiten. Hier müssen keine kompletten Patronen, sondern nur noch Tinte gekauft werden, mit der die verbauten Tanks befüllt werden. Dies ist nicht nur zur Schonung natürlicher Ressourcen und damit für den Umweltschutz gut, sondern spart laut Herstellerangabe auch 74% der Druckkosten gegenüber herkömmlichen Tintenpatronen. Einziger Nachteil: für dieses System gibt es keine kompatiblen (und damit günstigeren) Alternativlösungen.

Mit Geräten der EcoTank-Serie von Epson lassen sich Druckkosten besonders gut senken
Mit Geräten der EcoTank-Serie von Epson lassen sich Druckkosten besonders gut senken | © Bild: 67766353 – oatjo, depositphoto.com

In Büros, wo es vor allem auf Textdokumente ankommt und wo das Druckvolumen vergleichsweise hoch ist, stehen meistens Laserdrucker. Diese halten die Druckkosten dadurch gering, dass der verwendete Toner wesentlich ergiebiger ist als Tinte. Besonders beliebt sind so genannte Multifunktionsgeräte, mit denen Sie nicht nur drucken, sondern auch scannen, kopieren und nicht selten sogar faxen können. Hier punktet in Bezug auf Sparsamkeit und Effizienz vor allem das Modell Brother MFC-J985DW.

Wenn Sie vermeintlich mehr für eine Tonerkartusche als für eine Druckerpatrone ausgeben müssen, relativieren sich diese Mehrkosten dadurch, dass Sie mit einer Tonerkartusche eine wesentlich höhere Druckreichweite erzielen. Um die tatsächlichen Seitenpreise zu ermitteln, müssen Sie den Preis der Verbrauchsmaterialien durch die vom Hersteller angegebenen Seitenanzahlen teilen. Beachten Sie dabei, dass Seitenpreise nicht gleich Druckkosten sind, denn dazu gehören neben dem Anschaffungspreis für das Gerät natürlich auch der Preis für das Papier und für etwaige Ersatzteile für den Drucker.

Druckkosten selbstständig senken

Ob nun Farblaserdrucker, Tintenstrahldrucker oder Multifunktionsgeräte: mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie Ihre Druckkosten mühelos senken und sparen.

  • Duplexdruck nutzen: Die Duplexfunktion meint das beidseitige Bedrucken eines Blattes, wodurch Sie Papier sparen und damit automatisch Ihre Druckkosten senken. Ein Drucker, der über eine Duplex-Einheit verfügt, womit das zu bedruckende Papier automatisch gewendet wird, ist insofern eine gute Sache und sicherlich auch eine kleine Investition wert.
  • Entwurf-Qualität verwenden: Gerade dann, wenn Sie Ausdrucke nur für sich selbst beziehungsweise für Ihre Aktenordner erstellen, ist es nicht notwendig, in höchster Auflösung zu drucken und somit ein nicht unerhebliches Mehr an Tinte oder Toner zu verbrauchen. Wenn Sie die Druckeinstellungen vor dem Absenden des Druckauftrags aufrufen und dort „Entwurf“ wählen, reduzieren Sie Ihre Druckkosten und werden feststellen, dass die Qualität der Ausdrucke dennoch ausreicht. Verwechseln Sie die Entwurfsqualität allerdings nicht mit dem Graustufen-Modus. Hier ist der Verbrauch an Toner und Tinte nämlich eher noch höher, weil hier mehrere übereinandergelegte Farbschichten benötigt werden.
  • Druckbereich begrenzen: Prüfen Sie vor dem Druck, ob Sie wirklich alles brauchen, was auf dem Dokument vorhanden ist. Wenn Sie sich auf das beschränken, was tatsächlich benötigt wird, können Sie erneut Papier sparen und somit die Druckkosten senken. Auch kann es sich lohnen, die Seiten oder die Schrift zu verkleinern und somit mehr auf ein einzelnes Blatt zu bekommen.
  • Regelmäßige Wartungs- und Pflegeprozesse durchführen: Um möglichst lange etwas von Ihrem Drucker zu haben und ihn immer auf einem Leistungshoch zu halten, sollten Sie das Gerät regelmäßig reinigen (entweder über die druckereigenen Reinigungsprogramme oder manuell) und Verschleißteile (wie Bildtrommel oder Resttonerbehälter bei Laserdruckern) austauschen, wenn Sie Ihren Dienst getan haben und Ermüdungserscheinungen zeigen.

    Die regelmäßige Wartung und Reinigung des Druckers garantiert optimale Betriebsbereitschaft des Gerätes
    Die regelmäßige Wartung und Reinigung des Druckers garantiert optimale Betriebsbereitschaft des Gerätes | © Bild: 11829856 – manae, depositphoto.com
  • Kompatible Verbrauchsmaterialien verwenden: Originale Druckerpatronen und Tonerkartuschen sind nicht billig, denn die Hersteller möchten durch den Verkauf derselben Geld wieder hereinholen, dass durch den günstigen Verkauf der Endgeräte nicht erwirtschaftet werden konnte. Zudem müssen Sie als Kunde, wie bei Markenprodukten üblich, natürlich auch für den Namen des Unternehmens zahlen. Diese Kosten fallen bei der Verwendung kompatibler Verbrauchsmaterialien weg, wodurch Einsparungen von 60% und mehr keine Seltenheit, sondern Standard sind.

Welcher Drucker hat die geringsten Druckkosten: ein Fazit

Sie selbst werden am besten abschätzen können, in welchen Bereichen Ihr Drucker zum Einsatz kommen soll und wie Ihre Anforderungen aussehen. Wieviel drucken Sie im Monat, und handelt es sich dabei um Ausdrucke für Ihren eigenen Bedarf, um Geschäftspost oder um Kundenaufträge? Abhängig davon, wie die Antwort auf diese Fragen ausfällt, ist entweder ein Laserdrucker oder ein Tintenstrahldrucker das Richtige für Sie.

Im Falle eines Tintenstrahldruckers ist die Anschaffung eines Epson EcoTank-Druckers eine Überlegung wert; in jedem Fall aber ist ein Gerät, welches Einzelpatronen verwendet, denjenigen mit Kombipatronen vorzuziehen. Denn so müssen Sie nur die Patronen austauschen, die tatsächlich leergedruckt sind. Wenn Sie hauptsächlich in Schwarz-Weiß drucken und es Ihnen in erster Linie um Textdrucke geht, erreichen Sie mit einem Laserdrucker und der Verwendung von kompatiblem Toner besonders niedrige Druckkosten.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*